Oman – Märchen aus 1001 Nacht

Foto: Balkanblogger

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5000-jährige Geschichte im Einklang mit der Moderne, karge Hochlandformationen, unberührte Strände, grünes Hochland und Wüste – Oman ist ein Land der Gegensätze, das den Besucher in ein wahr gewordenes Märchen aus 1001 Nacht entführt.

„Welcome to Oman!“ Mit einem Lächeln und höflicher Gastfreundschaft werden wir am Flughafen von Mascat, der Hauptstadt des Landes, begrüßt. Der angenehme Duft von Weihrauch hängt in der Luft. „Sindbad wurde bei uns geboren und der Weihrauch, den die Heiligen drei Könige dem Christkind brachten, stammt von hier“, erzählt uns der Fahrer während der Fahrt zum Hotel.

Der Duft von Weihrauch in der Lobby des Hotels Al Bustan (Foto: Balkanblogger)

Der Duft von Weihrauch in der Lobby des Hotels Al Bustan (Foto: Balkanblogger)

Wir beschlossen, einige Tage unserer Hochzeitsreise im Oman zu verbringen, bevor wir auf die Malediven fliegen. Das Land liegt an der Ostküste der arabischen Halbinsel. Im Vergleich zu anderen arabischen Touristen-Metropolen ist Oman sehr zurückhaltend und ruhig. Als Sultan Qaboos 1970 die Regierung übernahm, öffnete er das Land zum Westen hin unter Berücksichtigung der alten Traditionen. Die Hauptstadt sticht nicht durch höchste Wolkenkratzer hervor, sondern durch helle niedrige Gebäude in traditioneller Architektur, die mit dem Landschaftsbild harmonisieren. Es wird nicht auf materiellen Luxus Wert gelegt. Der Besucher in Oman kann wieder zur Ruhe zu kommen und die Zeit vergessen.

Residieren beim Sultan – das Al Bustan Palace

Das Sprichwort „Gast ist König“ triff auf das Al Bustan Palace Ritz Carlton Hotel im wahrsten Sinne des Wortes zu. Hier ist man in der Tat zu Besuch beim omanischen Sultan Qaboos, denn das oberste Stockwerk des Superluxushotels ist nur für ihn reserviert. 1985 ließ er den oktogonalen Bau für die Könige der arabischen Halbinsel erbauen, die an der Sitzung des GCC (Cooperation Council for the Arab States of the Gulf) teilnahmen. Das Hotel liegt am Stadtrand vom Mascat umgeben von kargen Hajar-Gebirge und weißem Sandstrand. 2008 eröffnete es wieder nach aufwendiger Renovierung. Schon bei Eintreten in die 40 Meter hohe Empfangshalle ist man überwältigt. Der Duft von Weihrauch und das Plätschern des Brunnens, der zusammen mit den in Österreich maßgefertigten neun Kronleuchtern über eine Million gekostet hat, begrüßen den Gast. An Kosten wurde nicht gespart. Es wundert nicht, dass diese Sechs-Sterne-Anlage zu den besten der Welt zählt. Auch hier wirkt der Prunk zurückhaltend, obwohl edelste Materialen wie bester Marmor und Edelhölzer verbaut wurden. Vier Restaurants und eine hauseigene Bar sorgen um das Wohl der Gäste.

Traditionelles Gefäß für Weihrauch (Foto: Balkanblogger)

Traditionelles Gefäß für Weihrauch (Foto: Balkanblogger)

Omans 5000-jährige Geschichte erzählt über die Heimatstadt von Sindbad, dem wohl berühmtesten Seefahrer, über abenteuerliche Schiffsreisen nach Indien, über Reisen entlang der Gewürz- und Weihrauch-Routen. Auch wenn Sindbad eine Fantasiefigur aus 1001 Nacht ist, der Ort, an dem das Märchen spielt, wäre sicherlich in Oman zu finden. Oman entspricht etwa der Größe Deutschlands mit knapp 3 Millionen Einwohnern. Alle Reiseziele sind sehr gut mit dem Auto erreichbar, denn das Autobahnnetz ist perfekt ausgebaut. Wir treffen Touristen, die alleine mit einem Mietauto unterwegs sind. Oman zählt zu den sichersten Ländern der Welt. Und der Sprit ist, wie nicht anders zu erwarten, sehr billig: Ein Liter Benzin liegt bei etwa 24 Cent.

Mystisch: Vollmond über den Canyons im Oman (Foto: Balkanblogger)

Mystisch: Vollmond über den Canyons im Oman (Foto: Balkanblogger)

Wir entscheiden uns für einen Reiseführer. Abdullah ist Anfang zwanzig und Student. Er studiert Tourismus und arbeitet in den Semesterferien als Reiseführer. Schnell sind wir vertraut mit ihm. Abdullah und ich finden einige Gemeinsamkeiten in der omanischen und bosnischen Kultur. Wir unterhalten uns viel über beide Länder. Unser erstes Ziel ist die UNESCO-Kulturhauptstadt Mascat. Wir sind überrascht: es herrscht keine Hektik und man begegnet keinen drängenden Menschenmassen. Die Omanis tragen primär ihre traditionelle Kleidung. Männer sind mit weißen hemdenähnlichen Gewändern („dishdasha“) bekleidet. Vom Kragen hängt eine kleine farbige Quaste, welche in Parfum getaucht wird. Den Kopf bedecken sie vorwiegend mit einer reich bestickten Kappe oder einem Kaschmirtuch. Frauen tragen meist traditionelle schwarze Abbaya, die auch mit farbigen Fäden bestickt sein kann. Ihre Haare bedecken sie mit feinen schwarzen Kopftüchern. Die Omanis legen großen Wert auf Hygiene und Wohlgerüche. Ihre Kleidung wird nach dem Waschen und Bügeln über einem Weihrauchgefäß gehalten, damit diese den Duft annimmt. Auch stammt eines der kostbarsten Parfums dieser Welt aus dem Oman. Sultan Qaboos beauftragte in den 70er Jahren den berühmten Parfümeur Guy Robert, einen Duft zu kreieren. Robert wurden keine Grenzen gesetzt, weder finanziell noch kreativ. So entstand aus seiner Hand eine Duftessenz aus 120 seltenen und kostbaren Ölen „Amouage“ genannt. Bis heute wird er in Mascat hergestellt. Auch wenn der Duft sehr angenehm ist, war er uns leider zu intensiv und sehr dominant.

Die Sultan Qaboos Grand Mosque

Die Sultan Qaboos Grand Mosque galt bis vor wenigen Wochen als die größte der Welt. Eine kürzlich neue eröffnete Moschee in Abu Dhabi hat ihr den Rang abgenommen. Der Kronleuchter in der Mitte des Gebetsraumes wurde von Swarovski errichtet und wiegt acht Tonnen. Am persischen Gebetsteppich knüpften 600 Frauen vier Jahre lang 1,7 Millionen Knoten. Die Moschee bietet Platz für 20000 Betende. Oman ist ein sehr tolerantes Land. Die Staatsreligion ist der Islam, andere Religionen werden respektiert. Uns fällt auf, dass keiner nach unserer Glaubensrichtung fragt, auch unüblich für den Orient. Abdullah erklärt uns, dass dies im Oman als unhöflich gilt. Kein Mensch darf nach seiner Religion beurteilt werden, Toleranz wird groß geschrieben.

Ruhiges Handeln – Souk von Muttrah

Im Souk von Muttrah geht es sehr ruhig zu. Kein Anpreisen, kein Versuch, die Gäste in die Läden zu zerren. Unser Reiseführer bringt uns zu den Läden, wo auch er für seine Familie einkauft. Er bittet uns, all die Sachen, die wir kaufen möchten auszusuchen und ihm das Handeln überlassen. Aus früheren Reisen in den Orient wissen wir, wie laut und hektisch es auf den Basaren zugehen kann und wie lange das Handeln dauern kann. Auch auf einem omanischen Basar gilt: Ruhe, Zurückhaltung und Respekt stehen im Vordergrund. Der faire Preis wird leise und schnell vereinbart. In unseren Tüten landen etliche Kaschmirtücher aus Pakistan, eine Abbaya, das beliebte orientalische Gewürz Za’atar und natürlich bester omanischer Weihrauch inklusive traditionelles Weihrauchgefäß. Weihrauch war schon im Altertum sehr begehrenswert. Er machte das Land reich. Im Norden findet man vereinzelt Weihrauchbäume in Privatgärten. Wachsen tun sie im Süden bei Salaleh, nahe der jemenitischen Grenze, etwa 1000 Kilometer südlich von Mascat gelegen. Luban, wie Weihrauch in Oman genannt wird, spielt bis heute eine bedeutende Rolle. Ob in Privathäusern oder öffentlichen Gebäuden, Weihrauchgefäße findet man überall. Ihm werden auch heilende Kräfte nachgesagt.

Im Muscat findet sich in jedem Garten ein Weihrauchbaum - wachsen tun sie eigentlich im südliche Salate etwa 1000 Kilometer entfernt  (Foto: Balkanblogger)

In Mascat findet sich in jedem Garten ein Weihrauchbaum – wachsen tun sie eigentlich im südliche Salaleh etwa 1000 Kilometer entfernt (Foto: Balkanblogger)

Die Verkäufer freuen sich, uns über ihre Heimat und ihre Sitten erzählen zu dürfen. Egal mit wem man spricht, sobald es um ihre Heimat und ihrem Sultan geht, leuchten ihre Augen. Die Omanis lieben ihr Land und ihren Sultan. Sultan Qaboos wurde von seinem Vater nach England zum Studieren geschickt. Als er wieder nach Hause zurückkehrte, bemerkte er, wie schlecht es seinem Volk unter seinem Vater ging. Es gab eine sieben Kilometer lange geteerte Straße, kaum Krankenhäuser und Schulen, die Analphabeten machten 98% der Bevölkerung aus. 1970 stürzte er seinen Vater. Innerhalb von einigen Jahren baute er das Land auf. Zwischen Männern und Frauen herrscht Gleichberechtigung und ist gesetzlich verankert. Auch die Verschleierung ist nicht Pflicht bei den Frauen. Sie sind sehr selbstbewusst und hochgebildet.

Mit einem Allrad kommt man überall hin (Foto: Balkanblogger)

Mit einem Allrad kommt man überall hin (Foto: Balkanblogger)

Unser nächstes Ziel ist Wadi as-Shab, einem trockenen Flussbett. Es gibt einige davon in Oman, dieses zählt zu den schönsten. Wir fahren an der Ostküste entlang in Richtung Süden. Überall könnte man einfach anhalten, um am Strand eine Pause einzulegen. Die Autobahn ist neu und umgeben von hohen kargen Berglandschaften und weitläufigen unberührten Stränden. „Noch vor einigen Jahrzehnten konnte man hier nur mit Kamelen oder Eseln reisen“, erzählt uns Abdullah. Uns fällt auf, dass wir noch kein einziges Kamel all die Tage gesehen hatten. Heute fahren primär asiatische SUV’s mit Allradantrieb, da an einigen Bergpassagen nur Allrad erlaubt ist.

Hawiyat Najm – der Platz, an der der Stern fiel

Vorher machen wir einen Zwischenstopp mitten in der Wüste im Hawiyat Najm Park. Unser Reiseführer Abdullah, der innerhalb von drei Tagen ein guter Freund geworden ist, will uns ein Wunder der Natur zeigen. Wir laufen ein Stück durch eine karge Ebene. Viele Einheimische und eine indische Touristengruppe laufen vor uns. Als wir ankommen, sind wir sprachlos. Mitten in dieser Wüstenlandschaft ist ein Senkloch mit türkisgrünem Wasser. Das Wassr ist so klar, dass man den Grund aus der Höhe sehen kann! Die Bimmah-Senke entstand aufgrund eines Meteoriteneinschlags erzählen sich die Bewohner. Wann dies war, weiß man nicht. Das Wasser, ein Gemisch aus Salz- und Süßwasser, ist frisch und sehr sauber. Wer möchte, kann darin ein Bad nehmen. Omanis tun es auch.

Danach geht es weiter zur Festung aus dem 16. Jahrhundert in der kleinen Hafenstadt Quriyat. Wir besichtigen das Innere und genießen einen wundervollen Ausblick über die Stadt vom Dach aus.

Wadi as-Shab – wie im Märchen aus 1001 Nacht

Nun geht es zum Wadi. Während der Fahrt beobachte ich die einsamen Traumstände, die wir passieren. Bei der Ankunft packen wir in unsere Rucksäcke Proviant und Badesachen. Es geht etwa eine Stunde über große Felsen und Naturpfade durch eine Schlucht zwischen zwei Bergen. Man fühlt sich tatsächlich wie im Märchen von Aladin oder Alibaba und den 40 Räubern. Es sind kaum Menschen unterwegs und man ist von den Naturbildern überwältigt, man möchte kein Detail verpassen. Auch die teilweise nicht ungefährlichen Naturwege halten einen nicht davon ab, nicht weiter zu gehen. Zu groß ist die Neugierde, was sich hinter dem Felsen noch verbergen könnte. Mal sind es kleine Wasserfälle, mal Bananengärten, die nach dem Jahrtausend altem Bewässerungssystem mit Wasser versorgt werden. Endlich erreichen wir das Ziel. Wir stehen vor einem natürlichen Becken mit grünem Wasser und nehmen darin dankbar ein Bad. Als die Sonne untergeht, laufen wir wieder zurück. Wir treffen auf eine Gruppe junger Omanis beim Grillen. Abdullah erzählt uns, dass Wadis sehr beliebt bei der Bevölkerung sind. Jeder Omani liebt die Natur seiner Heimat und verbringt so oft wie geht seine Zeit draußen. Auch wird man keinen Abfall im freien finden, die Erziehung zur Liebe der Natur findet schon im Kindesalter statt.

Künstlerstadt Nizwa

In keinem anderen arabischen Land finden sich so viele Festungen und Burgen wie im Oman. Die von Nizwa im Landesinneren ist eine der berühmtesten. Die Stadt gilt heute als Künstlerstadt, im Mittelalter war sie der Hauptsitz der Imame. Die Burg ist umgeben von Basaren und Künstlerateliers. Der Basar mit lebenden Tieren ist im ganzen Land berühmt. Die Burg ist komplett renoviert. Der Ausblick über die Stadt ist phänomenal: weiße Hausdächer ragen zwischen den Palmen heraus, im Hintergrund Felsformationen, die unendlich in den Horizont zu scheinen gehen.

Gebel Akhdar – Der grüne Berg

Ab da fahren wir 2090 Meter in die Höhe des Gebel Akhdar, dem Grünen Berg. Die Straße ist perfekt ausgebaut, dennoch sind nur SUV’s mit Allrad-Antrieb aus Sicherheitsgründen erlaubt. Schon Lady Diana war hier zu Besuch und da sie von der Aussicht so begeistert war, hat man diesen Teil „Diana-Point“ getauft. Ich kann sie verstehen: unendliche Weiten der Canyons soweit das Auge reicht. Wir besuchen ein 500 Jahre altes Dorf und stehen am Fuße einer Felsformation des Sayq-Plateaus. Unter und um uns herum befinden sich Terassen-förmige Gärten mit Mandel- Rosen- Aprikosen- und Granatapfelbäumen. Da es hier öfter regnet, ist die Ernte sehr ertragreich. Die Rosen und die Granatäpfel aus diesem Teil des Omans gelten als die besten des Landes. Abdullah erzählt uns, dass Gebel Akhdar besonders im Frühling schön sei, wenn der Duft der Rosen sich mit denen der Mandelbäume vermischt. Im Sommer, wenn es im Tal sehr heiß wird, machen Omanis in diesen Höhen gerne Urlaub.

Zum Abschluss klettern Abdullah und ich zu einem jahrhundertealten verlassenen Dorf und sehen uns die Architektur der Häuser in Ruhe von innen an. Es ist keiner da außer uns. Wir genießen die Ruhe und sind ergriffen. Nirgends sind Verbots- oder Gefahrenschilder angebracht. In der Tat, das Land wirkt auf die Seele befreiend.

Auf dem Nachhauseweg halten wir bei einer Imbissstube an. Wir essen Sandwiches und Salat. Es schmeckt fantastisch und die Preise sind sehr günstig.

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Am Abend laden wir Abdullah zum Essen ins Hotel mit ein. Matthias zieht die omanische Kleidung an, die er vor einigen Tagen auf dem Souk gekauft hat. Abdullah und das Personal vom Hotel sind begeistert. Am Abend gibt es ein omanisches Buffet. Wir probieren alles und Abdullah erklärt uns die Zubereitung. Die omanische Küche ist sehr vielfältig. Ich bin süchtig nach Vorspeisen wie Houmus (Kichererbsenpüree), Tahina (Sesampaste), Moutabel (gegrillte Auberginen in Sesam-Knoblauch-Joghurt-Sauce), Baba Ganoush (Auberginenpüree), Labneh (Gurken-Joghrut-Salat), Zeitun (Tomaten-Oliven-Zwiebel-Salat), Tabuleh (Salat aus fein gehackter Petersilie, fein gewürfelten Tomaten und Zwibeln mit Zitronensaft und Minze) und Achar (sauer eingelegtes Gemüse). Und das ist nur ein kleiner Auszug. Zum Hauptgang gibt es wundervolle Lammgerichte wie Kabsa (Lamm gefüllt mit Reis und Mandeln) oder Ghuzi (gegrilltes Lamm auf Reis mit Nüssen), Shawarma (Art Kebab mit Lamm oder Hühnchen), Kubali (panierte Hackfleischbälchen). Auch die Vegetarier finden omanischen Köstlichkeiten wie Foul Medames (Eintopf aus dicken Bohnen), Sabaneq (Spinat mit Koriander), Sambusas (gefüllte Teigtaschen). Neben den traditionellen orientalischen Süßigkeiten wie Baklava und Halva versüßen den Gaumen und die Seele wunderbare Desserts wie Umm Ali (Pudding aus Brot und Milch mit Zimt und Rosinen), Mehabiya (Pudding mit Rosenwasser, Honig und Pistazien), Basbousa (Kuchen aus Grieß und Mandeln). Für zwischendurch empfehlenswert: verschiedene Datteln pur oder gefüllt mit verschiedenen Nüssen und Obst.

Danke, Abdullah!

Am letzten Tag vor unserer Abreise treffen wir uns mit Abdullah. Er holt uns vom Hotel ab und bringt uns zum Laden, in dem omanische Frauen ihre Abbayas kaufen. Da sind sie um einiges billiger wie in den Malls und die Auswahl ist groß. Schnell werde ich findig. „Und nun nehmt Euch Zeit“, lächelt Abdullah, „jetzt zeige ich Euch, wie wir Omanis unsere Abende verbringen.“ Wir fahren zu einem omanischen Teehaus. Der Kellner bringt die Bestellung direkt zum Auto: schwarzer Tee mit Milch, Rosenwasser und Safranfäden. Als Überraschung lädt uns Abdullah zum Abendessen in das Haus seiner Familie ein. „Mein Vater sagte, Menschen, die so freundlich zu mir sind, soll ich einladen. Das tue ich gerne.“ Wir waren gerührt. Es wurde nach omanischer Tradition auf dem Boden aufgetischt. Als Vorspeise wurde Obst, Rosenwasser. Pfannkuchen und weiche Datteln gereicht. Als Hauptspeise gab es Platten mit gegrillten Fleisch und Gemüse. Gegessen wird mit der rechten Hand. Nach dem Essen wurden wertvolle Hölzer aus Indien auf Kohle entfacht und unter unsere Kleidung gehalten. Damit sollen bei den Gästen die Gerüche des Mahls verschwinden. Wir lernten einige Brüder von Abdullah kennen. Es war ein wunderschöner und erlebnisreicher Abend.

Sultan Qaboos von Oman

Sultan Qaboos von Oman

Am nächsten Tag waren wir sehr betrübt über die Abreise, obwohl unser nächstes Ziel die Malediven waren. Der Geist von Oman war mit uns und ist er bis heute geblieben. Oman ist genau die richtige Destination für Reisende, die auf der Suche nach Ruhe und Selbstfindung sind. Und nach Abenteuern in unberührter Natur. Das Land ist ein magischer Ort, der mit Ruhe und Geduld entdeckt werden möchte. Die Magie von Oman hat Matthias und mich angesteckt. Die Omanis haben uns gezeigt, wie Liebe und Respekt gegenüber Mitmenschen für ein friedliches Leben sorgt und dass ein Frieden unter allen Religionen sehr wohl möglich ist. Möge Sultan Qaboos seinem Volk und diesem wundervollen Land noch viele Jahre erhalten bleiben. Wir danken Abdullah und seiner Familie, die uns den Geist von Oman vermittelt haben, genauso den lieben Omanis, die uns mit ihren leuchtenden Augen über ihre Heimat unvergessliche Geschichten erzählten. Unsere nächste Reise in den Oman wird für dieses Jahr schon geplant – es gibt noch so viel zu entdecken. Und unseren Freund Abdullah vermissen wir auch schon sehr.

Mehr über Oman unter:

http://www.omantourism.de

https://www.facebook.com/OmanTourismus

Folgender Reiseführer ist sehr empfehlenswert:

Oman von Dumont

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