BEBOLUTION: Mädchen Belmina wird zum Opfer der Yellow Press in BiH

Belmina und ihre Eltern

Belmina und ihre Eltern (Foto: Light for Tomorrow e.V.)

Am Mittwoch, den 26.06. 2013, fand die lebensrettende Knochenmark-Transplantation im Tübinger Krankenhaus statt. Das bosnische Mädchen Belmina hat sie gut überstanden. Sie fühle sie sehr wohl, bestätigt Thea Queen of Light. Natürlich hoffe man, dass es jeden Tag nun bergauf gehen würde. Allerdings können Infektionen auftreten, bzw. das transplantierte Knochenmark abgestoßen werden. Das Mädchen befindet sich aktuell auf der Halb-Intensivstation. Thea Queen of Light und Präsidentin der Organisation Light for Tomorrow e.V., die die Familie seit ihrer Ankunft betreut und unterstützt, berichtete, dass eine Bluttransfusion in einem bosnischen Krankenhaus zur Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Belmina führte, genauso wie eine Infektion, welche sie sich im selbigen zugezogen hat. Eine genaue Diagnose über das Leiden des Mädchens steht immer noch nicht fest.

(Mehr dazu: https://mirellasidro.wordpress.com/2013/06/25/bebolution-fatima-ibrisevic-spricht-uber-ihre-tochter-belmina/)

„Wir lassen nicht von unserer Aussage ab!“

Unterdessen überschlagen sich die Medien in Bosnien und Herzegowina mit teilweise falschen Berichten und Aussagen über den Gesundheitszustand der kleinen Belmina. Ein Artikel im bosnischen Yellow-Tageblatt „Dnevni Avaz“ entrüstete sowohl die Eltern des kranken Mädchens als auch die Bevölkerung von Bosnien und Herzegowina. Da das Blatt auf mehrmaliger telefonischer Anfrage kein Interview von den Eltern bekam, behauptete die Journalistin Semira Degirmendzic, dass Belmina an Leukämie leide und ihr eine Leber transplantiert wurde. Weiterhin stellte sie die Arbeit von Thea und ihrem Verein in Frage und griff die Organisatorin öffentlich an. Die Veröffentlichung des Berichtes löste Proteste im Facebook aus. Etliche Eltern aus BiH, deren Kinder auch in deutschen Krankenhäusern behandelt worden oder aktuell werden, sowie  von Thea und ihrer Organisation betreut wurden und werden, forderten die Yellow-Zeitung „Dnevni Avaz“ auf, asap den Artikel zu löschen und sich bei den Eltern von Belmina öffentlich zu entschuldigen. Thea und die Eltern von Belmina gaben daraufhin ein Statement heraus, in dem sie bei ihrer Behauptung über die falsche Behandlung im Heimatland der kleinen Belmina bleiben aufgrund der Aussagen der deutschen Ärzte und nicht davon abkommen werden. Es ist wichtig, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passiere, bzw. der Behandlungsvorgang in BiH überdacht werden müsse, damit kein Leben eines Kindes in Gefahr gebracht werden wird.

Weiterhin wurden in den bosnischen Medien Stimmen laut, dass keine Spenden benötigt werden. Das stimmt im Bezug auf die Behandlung von Belmina. Dafür kommen weiterhin der  Federal-Fond der Gesundheits-Versicherungen in BiH auf, wie Denisa Sarajlic-Maglic, stellvertretende Ministerin für zivile Fragen von BiH, bestätigte. Doch es werden weiterhin Spenden für Nahrung, Kleidung und weitere Bedürfnisse einer Familie für den Alltag benötigt. Um der Öffentlichkeit ihr Vertrauen gegenüber der Organisation Light for Tomorrow e.V. zu signalisieren, sprach Denisa Sarajlic-Maglic einen besonderen Dank aus: „Einen besonderen Dank widme ich der Präsidentin Tehvida Rekic (gen. Thea Queen of Light) aus, die all ihre Zeit der Familie Ibrisevic seit ihrer Ankunft in Deutschland widmet und ihre Hilfe anbietet“.

Thea und Belminas Mama Fatima Ibrisevic

Thea und Belminas Mama Fatima Ibrisevic (Foto: Light for Tomorrow e.V.)

„Kündigung! Ihr habt unsere Kinder verraten!“ 

Ungebrochen geht der Kampf um die JMBG (Personalindentifikationsnummer) in Bosnien und Herzegowina weiter. Das Schicksal der kleinen Belmina hat den Protest, der auch außerhalb der bosnischen Grenzen unterstützt wird, ausgelöst, nachdem bekannt wurde, dass sie keine lebensrettende Behandlung in Deutschland antreten kann, weil ihr kein Pass aufgrund der fehlenden ID-Nummer nicht ausgestellt werden konnte.  (Alle Infos unter: https://mirellasidro.wordpress.com/2013/06/16/bebolution-in-bosnien-und-herzegowina-irre-politik-gefahrdet-das-leben-der-kinder/)

Die Politiker im Land äußern sich nicht zu den aktuellen Umständen. Es ist nur soweit klar, dass eine vorübergehende gesetzliche Lösung zur Vergabe der ID-Numemr verabschiedet wurde.

Augenringe nach unausgeschlafenen Nächten "Wir geben nicht auf!" (Foto: Light for Tomorrow e.V.)

Augenringe nach unausgeschlafenen Nächten „Wir geben nicht auf!“ (Foto: Light for Tomorrow e.V.)

Zum Statement  von Belminas Eltern und Thea Queen of Light:

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